Mo
24
Okt
2011
iMessage: Chat und SMS verschmelzen
Die teuerste Art der Datenübertragung bekommt mit iMessage, einer vorinstallierten und nicht zu löschenden Standard-App auf dem iPhone, endlich ernstzunehmende Konkurrenz. Kurzmitteilungen zwischen iOS-5-Kunden sind damit kostenlos (angezeigt durch die blaue Sprachblase); der gebührenpflichtige SMS-Parasit lässt sich in den Einstellungen sogar komplett ersticken.
Mit Blick auf die aktuellen Mobilfunktarife in der Schweiz ist festzustellen, das WhatsApp, Viber und Co. in den letzten Jahren bereits gute Arbeit geleistet haben: Mittlere Vertragsangebote umfassen inzwischen SMS-Flatrate-Pakete, beziehungsweise ermöglichen diese erschwinglich dazu zu buchen. Trotzdem wird geschätzt, dass das Geschäft mit den Kurznachrichten (in der Schweiz) noch rund 10-Prozent der Bruttoeinnahmen für Mobilfunkanbieter ausmacht.
Selbst wenn “95-Prozent des Umsatzes mit SMS als operativer Gewinn hängenbleiben“, hindert das (natürlich) nicht daran, sich lauthals zu beschweren:
Ohne Frage: Noch holpert Apples neues System. Warum synchronisieren sich beispielsweise Kurzmitteilungen an meine Mobilfunknummer nicht automatisch aufs iPad, um dort das Gespräch weiterzuführen? Wo bleibt die Desktop-App (mit offenem Protokoll?!), die den Gesprächsfaden wieder aufnimmt?
Nichtsdestotrotz: Sobald sich diese neue iOS-5-Funktion herumgesprochen hat, und abgeklopft ist, mit wem sich über iMessage im Freundes- und Bekanntenkreis (gratis) kommunizieren lässt, ändert sich auch die Kundengewohnheit – zum Besseren.
mcleo.ch




